Wieder 2:3 nach 2:0-Führung! IFK Göteborg verliert erneut gegen Sirius

Die Fans des schwedischen Traditionsklubs IFK Göteborg haben gestern Abend ein ziemlich schmerzhaftes Déjà-vu erleben müssen. Ihr Team verlor wie schon vor drei Wochen mit 2:3 gegen IK Sirius. Und auch dieses Mal verspielte das Team von Poya Asbaghi einen zwischenzeitlichen 2:0-Vorsprung.

Der 33-jährige Trainer war vor Saisonbeginn geholt worden, um dem einstigen Aushängeschild des schwedischen Fußballs neues Leben einzuhauchen. Unter anderem verabschiedete sich IFK unter Asbaghi vom ewigen 4-4-2, welches bis dato zur Vereins-DNA gehört hatte wie die Farben Blau und Weiß.

Bester Torschütze verlässt den Verein

Mit einem moderneren Spielsystem mit Dreierkette und jungen, hungrigen Spielern sollte der Neuanfang gelingen. Doch momentan verschärft sich die Krise eher weiter. Der Abstand zum Relegationsplatz wird durch die erneute Pleite nicht größer und die weiterhin angespannte finanzielle Situation zwingt den Verein zu erneuten Spielerverkäufen. In der Halbzeitpause des Sirius-Spiels wurde der mit acht Treffern in dieser Saison beste Schütze Elías Már Ómarsson verabschiedet. Der Isländer wechselt in die Niederlanden zu Excelsior Rotterdam und ist nach Sebastian Eriksson ein weiterer Leistungsträger, der IFK den Rücken zukehrt.

Zum Zeitpunkt der Verabschiedung stand es noch 0:0. Direkt nach Wiederanpfiff erzielte Patrik Karlsson Lagemyr nach toller Kombination das 1:0. Und nur zehn Minuten später traf Assistgeber Sebastian Ohlsson zum 2:0 und jubelte nach kurzer Verwirrung ausgelassen mit seinen Mitspielern. Das Spiel schien entschieden.

Doch wie schon im Spiel vor drei Wochen zeigte Sirius enorme Nehmerqualitäten und benötigten diesmal sogar nur 22 Minuten, um das Spiel komplett zu drehen und die Göteborger in Verzweiflung zurückzulassen. Dabei nutzten die abstiegsbedrohten Gäste die schwache Standard-Verteidigung der Hausherren gnadenlos aus. Moses Ogbu traf nach einem Eckball zum Anschluss, Ex-IFKler Philip Haglund und Sam Lundholm waren ebenfalls nach ruhenden Bällen von Jesper Arvidsson erfolgreich. Zumindest beim letzten Tor machte auch Erik Dahlin im Kasten von Blåvitt eine unglückliche Figur, was ins derzeitige Gesamtbild passte.

Team und Coach müssen noch reifen

Nun braucht ein Umbruch naturgemäß seine Zeit, umso mehr, wenn er mit überwiegend jungen und somit unerfahrenen Spielern gelingen soll. Den identischen Spielverlauf gegen einen Abstiegskandidaten allerdings innerhalb kürzester Zeit zweimal zuzulassen, wirft zumindest Fragen in puncto Lernfähigkeit auf – bei den Spielern wie auch beim Trainer.

Erfreulich für die Änglarna dürfte sein, dass die Mannschaft trotzdem fußballerische Fortschritte erkennen lässt und auch im letzten Drittel zu schnellen und sauberen Kombinationen fähig ist, was in den letzten Jahren nicht immer der Fall war. Gerade das Startelfcomeback von „Paka” Lagemyr, welches der 1,67 Meter kleine Zauberfuß mit seinem erste Saisontor feierte, wird Hoffnung spenden. Und auch auf dem Transfermarkt hat IFK einen Erfolg erzielen können: Publikumsliebling Robin Söder kehrt nach vier Jahren zu seinem Jugendverein zurück und soll direkt das Vakuum im Angriff füllen, das Ómarssons Abgang hinterlässt.

Die Highlights der Partie gibt es hier zu sehen!

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